Campingtipps
 

Kleine Wettervorhersage

Wer morgens im Sommer aus seinem Zelt kriecht und feststellt, dass es sich prima frühstücken läßt, weil gar kein Tau auf dem Gras liegt, der sollte sich für den Tag nicht auf eine lange Wandertour einstellen oder zumindest einen ausreichenden Regenschutz mitnehmen.
Es gibt mehrere Anzeichen für gutes oder schlechtes Wetter, auf die man achten kann, wenn der verläßliche Wetterbericht fern ist.

Tiere wissen meistens schon vor uns, wie das Wetter wird. Berühmt dafür sind Schwalben, die bei schönem Wetter hoch fliegen (weil dort ihre Beuteinsekten unterwegs sind) und bei schlechtem niedrig. Stechinsekten sind an einem Morgen mit zu erwartendem Unwetter besonders aggressiv. Und wer nachts vor lauter Froschkonzert nicht schlafen kann, der hat zumindest einen schönen, sonnigen Tag zu erwarten.

WanderwetterEine nicht ganz einfach zu lesende Wetterkarte sind die Wolken. Wenn viele verschiedene Wolkenarten aufziehen, deutet das auf schlechtes Wetter hin, ebenso Federwolken bei frischem Wind, schnell und tief dahinziehende Wolkenfetzen, und wechselnde Quellwolken bei aufkommendem Wind. Schönwetteranzeiger hingegen sind eine am Abend aufreißende Wolkendecke, einzelne, mit dem Wind ziehende Haufenwolken und ein wolkenarmer, mattblauer Himmel und Haufenwolken, die sich abends ausbreiten.

Der Volksmund stellt schon Zusammenhänge zwischen der Farbe des Sonnenunter- oder aufganges und dem Wetter an. "Morgenrot - schlecht Wetter droht" ist knapp und entspricht der Wahrheit. Auch ein fahlgelber Sonnenuntergang deutet auf Regen hin. Ein klares, sauberes Abendrot ist dagegen ein Garant für einen schönen nächsten Tag.
Weitere Schlechtwetterzeichen sind der "Hof", den ein Mond nachts trägt, stark flirrende Sterne, "schwitzendes" Gestein und eine sehr klare Fernsicht. Auf gutes Wetter deuten desweiteren hin sinkender und sich auflösender Frühnebel, starker Tau in der ersten Nachthälfte und entfernter Dunst, der den Horizont verhüllt.

Gerade wer sich in unzugängliche Gebiete wagt, vor allem ins Gebirge, sollte sich so gut wie möglich vorher über das Wetter informieren und auch auf einen plötzlichen Umschwung vorbereitet sein - so spannend es ist, einem Rettungshubschrauber vom sicheren Campingplatz aus zuzusehen, wie er sandalentragende Hobbywanderer von einem schottischen Berg pflückt, weil sie von plötzlichem Nebel und Schlechtwetter überrascht wurden, so unangenehm ist es doch, einer von ihnen zu sein...