Campingtipps
 

Und jeden Tag ein Ei

Das Ei ist ein prima Beispiel dafür, wie erfindungsreich man beim Wildniskochen werden kann - natürlich kann man die Tricks, um das Hühnerprodukt von glibberig zu lecker zu verwandeln, auch für andere Lebensmittel nutzen. Das praktische am Ei ist, dass es seinen eigenen Kochtopf auch schon selber mitbringt.

Mit einem dünnen Ast ohne Rinde wird das vorher oben und unten leicht gelochte Ei einmal durchstoßen - jetzt kann es über der Feuersglut gegart werden. Dabei muss es ständig gedreht werden, damit die Schale nicht platzt. Eine andere Möglichkeit ist, das Ei an der dicken Seite zu lochen und dann bis auf diese Spitze in die Asche des Feuers einzugraben - in der Hitze gar es in fünf bis zehn Minuten vor sich hin, ohne dass der Inhalt verschmutzt.

Eine schöne Symbiose gehen Eier und Kartoffeln ein, allerdings wieder unter Verwendung von Alufolie. Dazu schneidet man den oberen Teil einer Kartoffel ab, höhlt sie weit genug aus, um in den Innenraum ein aufgeschlagenes Ei gleiten zu lassen, und befestigt den Deckel wieder mit zwei kleinen Spießen, die schräg durch Deckel und Seitenwand gesteckt werden. Das ganze wird, in Alufolie gewickelt, in der Glut gegart.

Kochen ohne Topf?

FaltplanWasser kann man nicht braten - eine ernüchternde Erkenntnis, wenn der morgendliche Kaffee ruft und kein Topf in Sicht ist. Man kann sich aber aus einem Blatt Papier einen Ersatztopf falten, der im Feuer (nicht auf der Glut!) seinen kurzzeitigen Dienst erweist.

Topf2Ein Blatt Papier wird hierfür an den Linien, die auf dem Bild zu sehen sind, gefalzt und zu einer Schachtel gefaltet. Dieser "Topf" wird über dem Feuer aufgehängt, zum Beispiel mit einem Faden an einem über zwei Astgabeln liegenden Stock. Nur eine Notlösung für kleine Mengen, aber immerhin!